Manchmal ist der größte Liebesbeweis der, den niemand mehr für dich tun muss.
Abschiedsvorsorge · Freie Rednerin in Karlsruhe
Die meisten Menschen machen eine Patientenverfügung. Viele kümmern sich um ihr Testament. Aber über den eigenen Abschied sprechen die wenigsten.
Dabei ist genau das oft das größte Geschenk für die Menschen, die bleiben. Denn sie müssen sich später nicht fragen: „Was hätte er sich wohl gewünscht?“
Sie wissen es.
Wer seinen Abschied selbst gestaltet, nimmt seinen Liebsten in einem der schwersten Momente ihres Lebens eine große Last von den Schultern. Und schenkt ihnen mitten in der Trauer die Gewissheit, alles in deinem Sinn zu tun.
Für mich gibt es kaum einen größeren Liebesbeweis.
Es darf leicht sein, sogar schön
Wir kümmern uns im Leben um so vieles. Um die Patientenverfügung, um Haus und Konto, um alles, was geregelt sein soll. Warum dann nicht auch um das, was am Ende bleibt, den eigenen Abschied.
Und das muss kein schwerer Termin sein. Oft ist es ein überraschend schönes Gespräch, weil es um dein Leben geht, um das, was dich ausmacht, um die Musik, die läuft, um die Worte, die fallen.
Und weißt du was? Solche Gespräche enden selten traurig. Sondern mit einem Lächeln.
Weil plötzlich nicht mehr der Abschied im Mittelpunkt steht.
Sondern das Leben.
Er darf leise sein oder fröhlich, feierlich oder ganz und gar unkonventionell. Es gibt kein „so gehört sich das“. Es ist deiner.
Wie wir deinen Abschied gestalten
Das Gespräch
Ich frage dich nicht zuerst, welche Musik laufen soll.
Ich möchte wissen: Wer bist du? Wofür soll man dich in Erinnerung behalten? Worüber haben Menschen mit dir gelacht? Was darf auf keinen Fall fehlen?
Erst danach sprechen wir über Musik.
Die Gestaltung
Aus unserem Gespräch entsteht dein Abschied, so, wie du ihn dir wünschst. Die Worte, die gesagt werden. Die Musik, die läuft. Vielleicht ein Ritual, ein besonderer Ort, eine ganz eigene Note. Du bestimmst, was dazugehört und was nicht.
In deiner Hand
Alles, was wir gemeinsam gestalten, bekommst du am Ende schriftlich in einer Mappe. Die kannst du hinterlegen, wo du möchtest, beim Bestatter in deiner Vorsorge oder bei deinen nächsten Angehörigen. So ist alles bereit, wenn es einmal so weit ist, und deine Liebsten müssen sich um nichts sorgen. Sie dürfen einfach Abschied nehmen, in dem Wissen, dass alles so geschieht, wie du es dir gewünscht hast.
Vielleicht bin ich eines Tages auch diejenige, die diese Worte sprechen darf. Versprechen kann ich das heute natürlich nicht.
Aber dein Wunsch bekommt einen Platz.
Eine Abschiedsvorsorge darf so viel oder so wenig umfassen, wie du möchtest. Deshalb richtet sich der Rahmen nach deinen Wünschen. Was auf dich zukommt, besprechen wir offen und in Ruhe.
Vielleicht beginnen wir einfach mit einem Gespräch.
Ganz ohne Druck. Ganz ohne Eile. Und ganz sicher nicht mit dem Gefühl, etwas endgültig entscheiden zu müssen.
Erzähl mir einfach, was dir wichtig ist. Den Rest finden wir gemeinsam.
Wenn ich nicht sofort rangehe, melde ich mich noch am selben Tag zurück. Auch am Wochenende.
Für deinen letzten Wunsch.
Und für die Menschen, die ihn einmal erfüllen dürfen.