Wenn das Leben plötzlich stillsteht.

Auf manche Abschiede kann niemand vorbereitet sein.

Plötzliche und schwere Abschiede · Freie Rednerin in Karlsruhe

Gestern war noch alles normal. Heute ist nichts mehr, wie es war.

Ein Anruf.
Ein Klingeln an der Haustür.
Ein Satz, der das Leben in zwei Hälften teilt.

Davor. Und danach.

Ein plötzlicher Tod. Ein Unfall. Ein Suizid. Eine Krankheit, die schneller war als alles andere. Ein Schicksalsschlag, mit dem niemand gerechnet hat.

Und mittendrin ihr, die jetzt weitermachen sollt, obwohl gerade der Boden fehlt.

Es gibt keinen richtigen Weg zu trauern.

In diesen Tagen passiert vieles gleichzeitig. Und nichts davon ist falsch.

Wenn du weinst und nicht mehr aufhören kannst.
Wenn du keine Träne findest und dich dafür schämst.
Wenn du wütend bist. Auf die Umstände. Auf andere. Vielleicht sogar auf ihn.
Wenn du nichts fühlst außer Leere.
Wenn du Listen schreibst und Termine machst, weil das gerade das Einzige ist, was geht.
Wenn dir alles zu viel ist und du nicht weißt, wo du anfangen sollst.

Trauer hält sich an keine Regeln.
Und sie fragt nicht, was gerade passt.

Vielleicht fragst du dich gerade, wie das überhaupt gehen soll.

Du musst jetzt noch nicht wissen, wie der Abschied aussehen soll. Du musst nicht die richtigen Worte finden. Und du musst auch nicht funktionieren.

Dafür bin ich da.

Nicht, um den Schmerz kleiner zu machen. Das kann niemand. Sondern um in diese Ausnahmesituation ein bisschen Ruhe hineinzubringen.

Du musst das nicht allein tragen.

Warum ich gerade diese Abschiede begleite.

Fast 30 Jahre war ich Polizistin. Ich habe an Türen gestanden, hinter denen das Leben danach nie wieder so war wie vorher. Ich habe Familien erlebt, die innerhalb von Sekunden alles verloren haben. Und ich bin Menschen gegenübergestanden, für die es keinen Trost gab.

Heute erzähle ich diese Geschichten nicht. Sie gehören nicht mir.

Aber sie haben mich etwas gelehrt. Wie wichtig Ruhe ist. Wie wichtig Ehrlichkeit ist. Und dass Menschen in solchen Momenten keine perfekten Worte brauchen.

Sondern echte.

Du musst mich also nicht schonen. Du musst nicht abwägen, wie viel du erzählst. Und du musst dich nicht entschuldigen, wenn du mitten im Satz nicht weiterkannst.

Es muss kein schöner Abschied werden.

Dieser Anspruch macht alles nur schwerer. Ein Abschied darf traurig sein. Er darf still sein. Er darf durcheinander sein. Er darf voller Tränen sein.

Es muss nichts glattgezogen werden, damit es sich besser anhört. Es muss nichts ausgespart werden, weil es unbequem ist.

Das Ziel ist nicht, dass es schön wird.
Das Ziel ist, dass es diesem Menschen gerecht wird.

Ich schreibe keine Rede über das Leben eines Menschen.

Ich schreibe über den Menschen in seinem Leben.

Gerade wenn ein Tod plötzlich kam, steht am Anfang oft nur das Ende im Raum. Der Unfall. Der Anruf. Der Tag, an dem alles kippte.

Und je länger wir sprechen, desto mehr kommt das andere zurück. Wie er gelacht hat. Was sie nicht ausstehen konnte. Der Satz, den er bei jeder Gelegenheit gebracht hat.

Denn das Ende gehört zu dieser Geschichte. Aber es ist nicht die ganze.

Am Ende soll niemand nur daran denken,
wie dieser Mensch gestorben ist.

Und falls es gerade um dich selbst geht

Ich gestalte Abschiede. Ich bin keine Therapeutin und keine Trauerbegleiterin. Wenn du über den Abschied hinaus jemanden brauchst, sag es mir, ich nenne dir gerne jemanden.

Und wenn du im Moment selbst nicht mehr weiterweißt: Die Telefonseelsorge ist rund um die Uhr da, kostenlos und anonym. 0800 111 0 111, 0800 111 0 222 oder 116 123.

Wo eine Feier stattfinden darf, was sie kostet und was vielen sonst noch durch den Kopf geht:

Gut zu wissen

Vielleicht fühlt sich gerade alles zu viel an.

Dann musst du jetzt auch nichts entscheiden. Nicht vorbereitet sein. Nicht die richtigen Worte finden.

Erzähl mir einfach, was passiert ist. Den Rest finden wir gemeinsam.

Wenn ich gerade in einer Trauerfeier bin, rufe ich dich noch am selben Tag zurück. Auch am Wochenende.

+49 (0)151 432 075 04

Oder schreib mir

Echt schlägt perfekt. Immer.

Weil manche Abschiede keine perfekten Worte brauchen. Sondern einen Menschen, der sie mitträgt.